FixRohrRohrwissen, das Schäden vorbeugt
Entwässerung am Haus

Regenwasserleitung verstehen

Die Regenwasserleitung leitet Niederschlag sicher vom Dach in den Kanal oder die Zisterne. Die regelmäßige Kontrolle schützt das Gebäude vor Wasserschäden, während bei Schäden im Erdreich stets eine Fachfirma hinzugezogen werden muss.

Geprüft am 19. September 2026 · Redaktion FixRohr

Aufbau und Zweck der Regenwasserleitung

Eine Regenwasserleitung übernimmt die Aufgabe, das auf der Dachfläche anfallende Niederschlagswasser kontrolliert abzuführen. Das System beginnt an der Dachrinne, führt über das Fallrohr und verläuft im unteren Bereich oft in das Erdreich, wo es an den Hauptkanal oder eine Zisterne angeschlossen ist. Im Gegensatz zum Schmutzwassersystem transportiert diese Leitung ausschließlich sauberes oder leicht verschmutztes Regenwasser. Ein funktionierendes System verhindert, dass Wasser unkontrolliert an den Außenwänden versickert und das Fundament des Hauses durchfeuchtet.

Wann Sie eine Fachfirma hinzuziehen müssen

Sobald Probleme im unterirdischen Teil der Regenwasserleitung auftreten, endet der Bereich für Eigenleistungen. Unklare Ursachen für feuchte Kellerwände, wiederkehrende Verstopfungen im Erdreich oder der Verdacht auf ein beschädigtes Rohr erfordern zwingend den Einsatz einer Fachfirma. Spezialbetriebe führen Dichtheitsprüfungen durch und untersuchen die Rohre mit Kamerasystemen. Auch Erdarbeiten und Reparaturen an unterirdischen Leitungen dürfen nur von qualifizierten Betrieben durchgeführt werden, um die umweltgerechte und dichte Entwässerung sicherzustellen.

Sichtbare Leitungen und Revisionsschächte prüfen

Sie können die oberirdischen und leicht zugänglichen Teile der Regenwasserleitung eigenständig kontrollieren. Überprüfen Sie die Rohre an der Außenwand auf feste Verbindungen und Dichtigkeit. Suchen Sie nach Revisionsschächten oder Sandfängern im Boden rund um das Haus. Öffnen Sie diese Schächte vorsichtig und prüfen Sie, ob sich dort Sand, Laub oder Schlamm angesammelt haben. Eine regelmäßige Reinigung dieser Schächte verhindert, dass Sedimente in die tiefer liegenden Leitungen gespült werden und dort zu massiven Verstopfungen führen.

Schritte zur Kontrolle der Wasserführung

Beobachten Sie bei starkem Regen, ob das Wasser an allen Übergängen der Leitung sauber abfließt. Achten Sie darauf, ob an den Revisionsöffnungen Wasser austritt oder ob es aus den Rohren gluckert. Ein Rückstau im Schacht zeigt an, dass der Abfluss in Richtung Kanal blockiert ist. Prüfen Sie zudem die Anschlüsse im Sockelbereich des Hauses. Hier darf sich bei Niederschlag kein Wasser stauen, da dies ein direktes Warnsignal für einen mangelhaften Ablauf oder eine verstopfte unterirdische Strecke darstellt.

Typische Ursachen für Störungen

Häufige Ursachen für Probleme in der Regenwasserleitung sind eingewachsene Baumwurzeln, die in unterirdische Rohre eindringen und den Querschnitt verengen. Auch abgelagerter Sand, der vom Dach gespült wird, setzt sich mit der Zeit am Boden der Rohre ab und bildet feste Schichten. Materialermüdung bei älteren Rohren aus Beton oder Ton führt zu Rissen und Brüchen im System. Werden diese Störungen nicht rechtzeitig behoben, drückt das Wasser unkontrolliert in das Erdreich um das Fundament herum.

Stoppsignale für dringenden Handlungsbedarf

Ein klares Stoppsignal ist plötzlich auftretende Feuchtigkeit in den Kellerräumen oder nasse Wände im Sockelbereich nach Regenfällen. Auch wenn sich der Revisionsschacht bis zum Rand füllt und das Wasser nicht mehr abzieht, liegt ein schwerwiegendes Problem im Kanalsystem vor. Versuchen Sie in diesen Fällen nicht, mit eigenen Mitteln im Erdreich zu graben oder Chemikalien einzusetzen. Sperren Sie den Bereich bei akuter Einsturzgefahr von Bodenplatten ab und fordern Sie sofort professionelle Hilfe an.

Häufige Fragen

Darf Regenwasser in den normalen Abwasserkanal geleitet werden?

Das hängt von den örtlichen Vorschriften der Gemeinde und dem jeweiligen Entwässerungssystem ab. Oft gibt es getrennte Netze für Schmutz- und Regenwasser.

Wie oft sollten Revisionsschächte kontrolliert werden?

Es empfiehlt sich, die Schächte mindestens einmal im Jahr, am besten nach dem Herbst, zu öffnen und von Schlamm zu befreien.

Wie erkenne ich Wurzelschäden im unterirdischen Rohr?

Wurzelschäden zeigen sich meist durch ständige Verstopfungen, die sich nach kurzer Zeit trotz Reinigung wiederholen. Hier hilft nur eine Kamerauntersuchung.

Quellen und Grenzen

Letzter Quellenabruf: 19. September 2026. Herstellerangaben, örtliche Regeln und die Beurteilung vor Ort können Vorrang haben.